Ein Satz, den ich in 30 Jahren Logistik-IT unzählige Male gehört habe. Und ein Mantra, das in der Praxis auf dem Hallenboden oft katastrophale Folgen hat.
Gehen wir mal ein paar Jahre zurück. Damals lief unser WMS Datakey noch unter Windows Mobile 📱 und führte im Grunde „nur“ Lagerbuchungen durch. Aber wir hatten ein klares Ziel: Das System muss für den Arbeiter im Lager 📦 gemacht sein. Das hieß damals bei druckempfindlichen Bildschirmen: Große Tasten. Bedienbar mit dicken Arbeitshandschuhen. Echte, logische Prozessführung.
Was war die viel gelobte Alternative der „Wir haben das im ERP integriert“-Fraktion?
Remote-Desktop-Verbindungen.
Da wurden ernsthaft die Standard-Masken des ERP-Servers gnadenlos auf ein winziges Windows Mobile Gerät gequetscht 📱. Inklusive kleiner Tabs zum Umschalten. Das war nicht mal mit einem modernen Gerät und einem Stift vernünftig zu bedienen, geschweige denn im rauen Lageralltag. Von einer echten Prozessführung für den Lagermitarbeiter fehlte jede Spur. Es waren einfach nur zusammengedrückte Bildschirme.
Warum ich das erzähle?
Weil der Denkfehler heute oft noch derselbe ist. Ein ERP-System ist im Kern für Kaufleute und Schreibtische gemacht. Ein spezialisiertes WMS wie Datakey ist für den Typen mit den Sicherheitsschuhen gemacht, der in Echtzeit seinen Job 📦 machen muss.
Ein spezialisiertes System, das über eine saubere Schnittstelle mit jedem ERP kommuniziert, schlägt die „integrierte“ Maske fast immer. Es geht nicht darum, wo die Software programmiert wurde. Es geht um Ergonomie, Prozessführung und Effizienz am Ort des Geschehens. Egal, ob im manuellen oder automatischen Lager.
Wer heute noch versucht, seinen Leuten im Lager eine umgebaute ERP-Maske als mobiles Arbeiten zu verkaufen, verbrennt täglich Geld und Nerven 🛑.
Wer von euch hat im Lager schon mal versucht, eine schlecht angepasste ERP-Maske mit Handschuhen zu bedienen?