„Wir ziehen uns die Bestände nur kurz in Excel, bis die Schnittstelle steht.“
Hand aufs Herz: Wie viele dieser „temporären“ Tabellen laufen bei Ihnen schon seit über drei Jahren?
Typische Szene am Montagmorgen: Der Disponent exportiert Daten aus dem ERP. Baut Hilfsspalten, filtert Sonderbestände und gleicht Liefertermine ab. Um 07:30 Uhr steht die Liste.
Um 07:45 Uhr ist sie wertlos.
Weil im Lager längst Ware vereinnahmt, umgelagert oder kommissioniert wurde. Was als pragmatischer Workaround gedacht war, ist in Wahrheit das teuerste Prozessloch im Betrieb: eine hausgemachte Schattenwirtschaft.
Warum entsteht so etwas?
Ein ERP ist für Finanzen und Bilanzen da. Eine Lagerlogistik Software steuert die physische Bewegung im Lager – in Echtzeit. Fehlt die ERP WMS Integration, flicken Mitarbeiter die Lücke mit Tabellen.
Die Begründung lautet meistens: „Schnittstellen dauern ewig und kosten ein Vermögen.“
Stimmt schlichtweg nicht.
Eine saubere ERP Anbindung an eine moderne Lagerverwaltungssoftware ist kein IT-Mammutprojekt, sondern solides Handwerk. Mit einer intelligenten Integrationsschicht steht so eine Schnittstelle in Tagen, nicht in Quartalen.
Wer echte Lagertransparenz schaffen will, muss aufhören, Datensilos mit Excel-Brücken zu flicken.
Mein Grundsatz bleibt: Ein Scanner löst keinen schlechten Prozess. Und eine Hilfstabelle macht das Chaos am Ende nur digitaler.
Wie viele „temporäre“ Tabellen laufen aktuell in Ihrem Betrieb?